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    Kultkörper, Körperkult – Wie viel Schönheit ist gesund?

    Warum spielt das Äußere heute eine so große Rolle? Und weshalb für den Einen mehr und den Anderen weniger? Ist der Körper Ausdruck unseres „Selbst“ oder ist er sogar unser „Selbst“? Die nächste Ausgabe der „Internationalen Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik“ (IZPP) nimmt das Thema „Kultkörper und Körperkult“ unter die Lupe und fragt zudem: „Wie viel Schönheit ist eigentlich gesund?“ Die IZPP ist die erste Online-Zeitschrift, die eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis, Philosophie und Medizin schlägt. Für die nächste Ausgabe können noch bis 31. Oktober 2010 Manuskripte eingereicht werden.

    - Der Körper in den Neurowissenschaften -
    Vor allem in den Sommermonaten rückt der Körper vermehrt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Der Körper wird dabei zunehmend als Spiegel des Selbst und als Teil der – nach Außen sichtbaren – eigenen Identität verstanden und gilt nicht mehr „nur“ als äußere Hülle. Charaktereigenschaften werden so auch körperlich manifestiert. Vor diesem Hintergrund rückte der Körper in den letzten Jahren auch in den Fokus neurowissenschaftlicher Untersuchungen. Empirisch geprägte Neurowissenschaften widmen sich heute der Frage: „Körper=Ich?“ Gerade in den Neurowissenschaften wird Psychisches als Körperliches, nämlich als Funktion des Gehirns aufgefasst und erforscht. Damit wird eine materialistisch-monistische Weltanschauung gefördert, die das „Ich“ beziehungsweise die Psyche selbst als Körper begreift. Dem Körper kommt so eine neue Bedeutung zu, die das Psychische einschließt – mit allen damit verbundenen Konsequenzen. Denn die Ablösung von tradierten Vorstellungen über die "Seele" verändert auch das Innenleben der Menschen. Die Auswirkungen sind also sehr viel breiter, als dass sie nur unter streng wissenschaftlichen Bedingungen erfasst werden könnten. Gerade in der therapeutischen Praxis kommen diese Themen vermehrt vor und sollen deshalb in der Zeitschrift näher beleuchtet werden.

    - Körperkult als Ersatz der Religion? -
    Die Fortschritte der Naturwissenschaften und die damit verbundenen Weltanschauungen beeinflussen Wahrnehmung und Umgang mit unserem Körper. Der Umgang mit dem Körper kann dabei durchaus „kultigen“ Charakter annehmen. In diesem Zusammenhang widmet sich die Zeitschrift dem Thema Körperkult und fragt, welche Beziehungen zwischen Mythos, Ritus und Kult im Hinblick auf Erkrankung und Genesung des Menschen bestehen. Viele setzen ihren Körper durch Piercings, Tätowierungen oder Extremsport einem Körperkult aus. So liegt der Gedanke nahe, dass dieser „Kult“ etwas von dem ersetzen soll, was traditionelle religiöse Überzeugungen nicht mehr leisten. Im Gegensatz zu kultischen und rituellen Handlungen von Naturvölkern, sind moderne Kults meist kurzlebig und oft eher Ausdruck des Gegenwärtigen als einer Zukunftsorientierung. Abgesehen von dauerhaften Narben, die manch Körperkult hinterlässt, stellt sich hier die Frage nach der Aufopferung der psychischen Gesundheit. Wie weit gehen Menschen in Zeiten der Schönheitschirurgie an die Grenzen ihrer körperlichen Gesundheit? Diese Fragen sollen in der nächsten Ausgabe der IZPP kontrovers diskutiert werden. Da die Zeitschrift interdisziplinär breit angelegt ist, können neben Manuskripten zum Schwerpunktthema „Kultkörper und Körperkult“ auch Beiträge zu anderen Fragen im Grenzgebiet zwischen Philosophie und Psychosomatik angenommen werden. Erscheinungstermin der dritten Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt „Kultkörper und Körperkult“ ist der 15. Dezember 2010.

    - Erste Online-Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik -
    Die IZPP ist die erste offen zugängliche Online-Zeitschrift, die eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis, Philosophie und Medizin, Psychosomatik und Philosophie schlägt. Die Idee zu dieser Fachzeitschrift hatten Dr. med. Wolfgang Eirund, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Rheingau-Taunus-Klinik in Bad Schwalbach und Dr. phil. Joachim Heil, Lehrbeauftragter für praktische Philosophie am Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mit der Verbindung Psychosomatik-Philosophie sowie Wissenschaft-Praxis unterscheidet sich die Zeitschrift von anderen Fachzeitschriften und ermöglicht durch ihre internationale Ausrichtung die Veröffentlichung von englischsprachigen Beiträgen. Obgleich die IZPP eine akademische Fachzeitschrift ist, wendet sie sich auch an praktisch tätige Fachleute. Unterstützt wird die Online-Plattform von der Pitzer Klinikgruppe, die Träger mehrerer hessischer Reha-Kiniken mit psychosomatischem Schwerpunkt ist.

    Weitere Informationen und Manuskript-Einreichung unter: www.izpp.de

    Dr. W. Eirund
    Herausgeber der IZPP
    Chefarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
    Rheingau-Taunus-Klinik Pitzer GmbH & Co KG
    Genthstraße 7-9
    65307 Bad Schwalbach

    Pressekontakt:
    Linda Thielemann, FuP Kommunikations-Management GmbH, August-Schanz-Str. 80, 60433 Frankfurt am Main, Tel.: 069 / 95 43 16 – 0, Fax: – 25, Email: linda.thielemann@fup-kommunikation.de, Internet: www.fup-kommunikation.de

    Die Rheingau-Taunus-Klinik ist als Rehabilitationsklinik auf die Fachbereiche Innere Medizin, Psychosomatik und Gynäkologie spezialisiert. Sie ist die einzige Fachklinik in Deutschland, in der die drei Fachgebiete interdisziplinär angeboten werden, das heißt, die Ärzte und Therapeuten der Klinik arbeiten bei der Behandlung ihrer Patienten fachübergreifend zusammen.
    Weitere Informationen: www.pitzer-kliniken.de

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