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Nachhaltige Legionellen-Prävention im ukb Berlin durch die Einführung eines Water Safety Plans (WSP)
Bei dem stetigen Bemühen, die Patientenversorgung im Unfallkrankenhaus Berlin in allen Bereichen weiter zu verbessern, wurde großes Augenmerk auf die Trinkwasserqualität gelegt.
Die Erfahrungen im täglichen Umgang mit Trinkwasser haben gezeigt, dass hier durchaus Potential zur Verbesserung und sogar Einsparung liegt, wobei der sichere Betrieb der wasserführenden Systeme und somit die Sicherheit der Patienten an erster Stelle stehen. Das ukb hat daher entschieden, die Trinkwasserversorgung in seinem Haus vom Ingenieurbüro acb GmbH näher unter die Lupe nehmen zu lassen.
Das erforderte zunächst eine Risikoanalyse der wasserführenden Systeme. Dafür wurden Vor-Ort-Begehungen und mikrobiologische Analysen durchgeführt und Ablaufproben genommen, um eventuelles Stagnationswasser festzustellen. Die Temperaturen in den Kalt- und Warmwasserleitungen sowie in den Zirkulationsleitungen wurden über einen längeren Zeitraum gemessen und die Temperaturverläufe gespeichert. Durch die Auswertung der Messergebnisse konnten Rückschlüsse auf die Fahrweise der Wasserspeicher und die Warmwasserzirkulation gezogen werden.
Die Temperaturmessungen gaben Aufschluss über das Abnahmeverhalten an den Wasserentnahmestellen und ließen erkennen, an welchen Stellen nie oder selten Wasser entnommen wird. Auf der Grundlage dieser genauen Analyse und anschließenden Auswertung konnten Handlungsempfehlungen gegeben werden. Eine wesentliche Erkenntnis ist: „Wasser muss fließen". Daher wurde für die Bereiche, in denen Wasser nur sehr selten abgenommen wird, ein Spülplan erarbeitet und umgesetzt. Nach Abschluss der Risikoanalyse erfolgte eine Untersuchung der internen Prozesse, die sich mit der Sicherstellung der Trinkwasserqualität beschäftigen.
Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse entschloss sich das ukb, als nächsten Schritt unter der Leitung der acb GmbH die Prozesse und Verantwortlichkeiten in einem Water Safety Plan (WSP) zu dokumentieren, der zu mehr Transparenz, zu einer klaren Abgrenzung der Verantwortlichkeiten und einer lückenlosen Bestandsaufnahme verhilft.
In diesen Prozess der Erarbeitung waren die Hygienefachkräfte und externe Krankenhaushygieniker einbezogen. Mit ihrer Hilfe wurden die Risikobereiche in der Patientenversorgung definiert, zu denen sowohl die Bereiche für Hochrisikopatienten, die nie mit Bakterien etc. aus dem Trinkwasser in Berührung kommen dürfen, als auch für die Risikogruppe der Normalbevölkerung gehören.
Um die notwendige Sicherheit für Patienten und Krankenhauspersonal gewährleisten zu können, wurden Vorgehensweisen bestimmt und in Verfahrensanweisungen und Formblättern niedergelegt. Der Schwerpunkt liegt auf den regelmäßigen mikrobiologischen und chemischen Untersuchungen des Trinkwassers nach der Trinkwasserverordnung.
Für den Einbau von endständigen Filtern je nach Risikobereich, für das Spülen der Leitungen bis hin zur Thermischen Desinfektion des Wassernetzes wurden die Prozesse definiert und entsprechende Nachweisdokumentationen eingeführt.
Erforderliche Maßnahmen und Fristen wurden festgelegt für den Fall, dass es zu einer Abweichung in der Qualität des Trinkwassers kommen sollte. Als WSP-Verantwortlichen für die Anordnung, Koordinierung und Dokumentation der Abläufe bestimmte das ukb einen Mitarbeiter aus dem Bereich Technik.
Das gesamte Projekt, von der Risikoanalyse bis hin zur Einführung des Water Safety Plan, war im ukb ein Entwicklungsprozess über einen längeren Zeitraum, in dessen Verlauf altbewährte Verfahren und Vorgehensweisen überdacht und an die neuen Bedingungen angepasst wurden. Die ersten positiven Signale lassen sich schon erkennen. Der Erfolg wird sich auch in einer TÜV-Zertifizierung widerspiegeln, die vom ukb angestrebt wird.
Die von der acb GmbH durchgeführte interne Auditierung zeigt, dass das ukb auf dem richtigen Weg ist. Somit konnte im Dezember 2008 die externe Auditierung für die TÜV-Zertifizierung durch Herrn Fleischer von der HWC erfolgen.
Ansprechpartner:
Herr Roland Kirchhof (Technischer Leiter, ukb): Tel.: 030-56811400
Herr Jörg Drachholtz (Geschäftsführer, acb GmbH): Tel.: 030-6774777 www.acbberlin.com
Joerg.Drachholtz@acbberlin.com



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