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    Politische Diskussion beim Tag der Niedergelassenen - Von der Selbstverwaltung zur Staatsmedizin?

    Berlin - Sind wir auf dem Weg aus einem korporatistischen System der Selbstverwaltung in die Staatsmedizin? Diese Frage stellte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, heute auf dem Tag der Niedergelassenen den Politikvertretern, die mit ihm auf dem Podium saßen. Köhler diskutierte mit den beiden Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitikern Hans Georg Faust (CDU) und Daniel Bahr (FDP) sowie Franz Knieps, Abteilungsleiter Gesundheitsversorgung/ Krankenversicherung/Pflegeversicherung, aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG). "Wir wollen keine Staatsmedizin, und wir wollen auch keine Abschaffung der KVen. Verteilungskonflikte wird es angesichts begrenzter Mittel aber immer geben", entgegnete Knieps. Faust betonte, dass die jüngste Gesetzgebung von Politik und Selbstverwaltung gemeinsam entwickelt worden sei. Bahr hingegen teilte den Vorwurf eines Übermaßes an staatlichen Eingriffen. Die KVen hätten immer mehr Aufgaben übertragen bekommen, aber immer weniger Chancen, diese auch wahrzunehmen, so der FDP-Politiker.

    Im Anschluss an die Podiumsdiskussion lud die KBV weitere Experten zum konstruktiven, aber auch konfrontativen Schlagabtausch: Im sogenannten Speaker's Corner trafen Vertreter aus Politik, Verbänden und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aufeinander. Dabei waren Dr. Leonhard Hansen (Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein), Franz Knieps, Dr. Carl-Heinz Müller (Vorstand der KBV), Prof. Kuno Winn (Vorsitzender des Hartmannbundes) sowie Dr. Klaus Bittmann (Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes).

    Den Tag der Niedergelassenen im Rahmen des Hauptstadtkongresses veranstaltet die KBV heute zum ersten Mal.

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 149.900 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten auf Bundesebene. Sie ist der Dachverband der 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die die ambulante medizinische Versorgung für 70 Millionen gesetzlich Versicherte in Deutschland sicherstellen. Die KBV schließt mit den gesetzlichen Krankenkassen und anderen Sozialversicherungsträgern Vereinbarungen, beispielsweise zur Honorierung der Ärzte und zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die KVen und die KBV sind als Einrichtung der ärztlichen Selbstverwaltung Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mehr Informationen im Internet unter: www.kbv.de.

    Pressekontakt:

    Dr. Roland Stahl, Tel.: 030 / 4005 - 2202
    Tanja Hinzmann, Tel.: 030 / 4005 - 2240
    Nadine Jahnz, Tel.: 030 / 4005 - 2208

    www.kbv.de

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