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Renten-Entwicklung nicht beschönigen - VdK: Wachsende Altersarmut durch unterbrochene Erwerbsbiographien
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, warnte die Bundesregierung davor, die Entwicklung der Renten zu positiv darzustellen. Im heute vorgestellten Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung werde prognostiziert, dass die Renten um durchschnittlich gut 1,6 Prozent pro Jahr steigen. Die Eckrente erhöhe sich von 1224 Euro in diesem Jahr auf 1533 Euro zum Jahr 2023, so der Bericht.
Mascher wies darauf hin, dass der "sogenannte Eckrentner" 45 Jahre lang Beiträge bezahlt haben und dabei immer durchschnittlich verdient haben müsse. 45 und mehr Versicherungsjahre können aber nur 4,3 Prozent der Frauen im Westen und 13 Prozent der Frauen im Osten aufweisen. Und auch bei den Männern im Westen erreichen nur 40 Prozent, bei den Männern im Osten lediglich 50 Prozent 45 Versicherungsjahre und mehr. "Der Eckrentner ist ein statistisches Konstrukt, das keinen Rückschluss auf die tatsächlich ausbezahlten Renten der Gegenwart und Zukunft zulässt", sagte Mascher.
Aufgrund der Ausweitung des Niedriglohnsektors und durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit unterbrochene Erwerbsbiographien und dadurch fehlende Beitragsjahre wachse die Gefahr, und zwar für eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe, im Alter nur eine niedrige Rente zu beziehen. "Altersarmut ist auf dem Vormarsch", sagte Mascher. Schon heute betrage die Durchschnittsrente nur 963 Euro bei den Männern und 526 Euro bei den Frauen. (Michael Pausder)
Pressekontakt:
Sozialverband VdK Deutschland
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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