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    Viel Lärm um sehr wenig: Der gierige und korrupte Arzt füllt das Sommerloch

    Frankfurt – Mit scharfer Kritik hat der Vorstand der KV Hessen auf die Medienberichterstattung um betrügerische hessische Ärztinnen und Ärzte reagiert. Aus einem eigentlich nichtigen Anlass heraus hatten einige TV-Formate und Presseagenturen gestern wieder einmal das Klischée des gierigen und korrupten Arztes bedient. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Fast alle in Hessen niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten rechnen korrekt ab und haben mit Betrug nichts zu tun. „Der Generalverdacht, unter den unsere Berufsgruppe immer wieder gestellt wird, ist unerträglich“, so der Vorstand der KV Hessen heute in Frankfurt.

    Die Vorstandsvorsitzenden der KV Hessen, Dr. med. Margita Bert und Dr. med. Gerd W. Zimmermann, verweisen auf die rund 11.500 in Hessen niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und die von ihnen im Jahr 2008 abgerechneten 37,5 Millionen Behandlungsfälle: „Wenn es in Hessen nun im ersten Halbjahr 2009 rund 350 Verdachtsfälle auf Betrug gibt, liegt das in erster Linie an der exzellenten Zusammenarbeit zwischen KV, Kassen und Staatsanwaltschaft. Diese führt dazu, dass die Dunkelziffer in Hessen wesentlich geringer ausfällt als anderswo. Die doch vergleichsweise geringe Zahl zeigt aber auch, dass sich der überwiegende Teil der Kolleginnen und Kollegen völlig korrekt verhält. Leider ist dieses korrekte Verhalten den Medien meist keine Meldung wert.“

    Dr. Bert und Dr. Zimmermann bekennen sich ausdrücklich zum Kampf gegen Fehlverhalten im Gesundheitswesen. „Da wo betrogen wird, schreiten wir konsequent ein. Aber nicht überall, wo Betrug gewittert wird, wird auch tatsächlich betrogen. Für unsere Kollegen sollte wie für alle Anderen zuerst einmal die Unschuldsvermutung gelten. Nur weil es einige Schwarzfahrer gibt, werden nicht alle Fahrgäste im ÖPNV als Betrüger denunziert. Das gleiche Recht fordern wir auch für die hessischen Ärztinnen und Ärzte ein.“ Für den KV-Vorstand besteht kein Zweifel, dass die hessischen Bürgerinnen und Bürger weiter ohne Misstrauen zu ihrem Arzt gehen können.

    Hinweis an die Redaktion: Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich gerne an die Abteilung Kommunikation der KV Hessen, Karl Matthias Roth, Telefon 069 / 79502-755, Silvia Herzinger, Telefon 069 / 79502-682, Cornelia Kur, Telefon 069 / 79502-580, Telefax 069 / 79502-501, E-Mail: presse@kvhessen.de. Weitere Presseinformationen finden Sie im Internet unter www.kvhessen.de.

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