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    Was macht ein Gastroenterologe? Alleinstellungsmerkmal ist die Endoskopie des Magen-Darm-Traktes

    Die flexible Endoskopie des Magen-Darm-Traktes zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken ist eine der Kernleistungen eines niedergelassenen Gastroenterologen. In der Regel nimmt die Endoskopie mehr die Hälfte seiner Arbeitszeit sein. Jährlich führt er üblicherweise mehr als 1000-2000 Endoskopien durch.

    Die am häufigsten eingesetzten Verfahren sind die Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) und die Dickdarmspiegelung (Koloskopie), die eine direkte visuelle Begutachtung der inneren Schleimhäute zur Abklärung von krankhaften Veränderungen der Speiseröhre, des Magens, des Zwölffingerdarms und des Dickdarms ermöglichen. Neben der diagnostischen Untersuchung muss der Gastroenterologe therapeutische Standardeingriffe wie beispielsweise die Entfernung von Polypen im Dickdarm (Polypektomien) oder Stillung von Blutungen im Magen-Darm-Trakt beherrschen.

    "Zu einer qualitativ hochwertigen Behandlung gehören neben den geforderten persönlichen Mindestfallzahlen strukturelle und personelle Voraussetzungen", erklärt Prof. Dr. Birgit Kallinowski, die Sprecherin des Berufsverbandes Niedergelassener Gastroenterologen (bng). "Jede flexible, gastroenterologische Endoskopie muss mit modernen Videoendoskopen durchführt werden. Neben einem schriftlichen Befund ist die Dokumentation mittels geeigneter Bildaufzeichnung verpflichtend."

    Eine qualifizierte Sedierung darf Patienten bei endoskopischen Untersuchungen nicht vorenthalten werden. Sie erfordert im Interesse der Sicherheit der Patienten nicht nur eine hohe fachliche Qualifikation des Arztes/der Ärztin, sondern zusätzlich müssen die in von der Fachgesellschaft festgelegten Anforderungen (S3-Leitlinie "Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie") erfüllt werden. Der Hygienestandard hat den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu entsprechen. Neben den externen Kontrollen im Auftrag der zuständigen Kontrollinstitution sollen halbjährlich an jedem Endoskop interne Hygienekontrollen durchgeführt werden.

    "Die Kenntnis der aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften und eine regelmäßige, gastroenterologische Fortbildung ist Voraussetzung für eine verantwortliche, in begründeten Fällen auch von den Leitlinien abweichende Entscheidung bei der ärztlichen Behandlung", so Prof. Kallinowski. Der Nachweis der Fortbildung erfolgt durch die Ärztekammern und die Kassenärztlichen Vereinigungen.

    In Einzelfällen, wenn ein besonderer und ausgewiesener Schwerpunkt in der Proktologie, der Betreuung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), der Hepatologie, der Infektiologie, der gastroenterologischen Onkologie oder der Sonographie vorliegt, können andere Leistungen so sehr im Mittelpunkt der gastroenterologischen Praxistätigkeit stehen, dass die Endoskopien nicht erbracht wird.

    Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

    Pressekontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

    Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
    Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
    eMail: info@gastromed-bng.de, Internet: www.gastromed-bng.de

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