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    Winterzeit - Grippezeit! Was tun, wenn man sich nicht impfen lassen kann oder will?

    OFFENBACH AM MAIN, 28.10.2009. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steht, neben der Schweinegrippe, jetzt auch die „normale Grippewelle“ bevor. Wer sich nicht impfen lassen kann oder will, kann mit ganz einfachen Vorsichtsmaßnahmen die Ansteckungsgefahr erheblich reduzieren. Hierzu gehört insbesondere regelmäßiges Händewaschen.

    Die Kappus-Seifenfabrik, eine der ältesten Seifenfabriken Deutschlands und seit über 160 Jahren in Familienbesitz, hat sich entschlossen, mit der Aktion „Hände Waschen - Virenschutz“ wieder aktiv zum Händewaschen aufzurufen. „Die Wiederbelebung der Handwasch- und Seifenkultur ist dringend nötig, da Händewaschen heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr ist“, betont Patricia Kappus-Becker, Geschäftsführerin von Westeuropas größtem Feinseifenproduzenten.
    Dass vor allem immer mehr Männer nach dem WC-Gang Seife verschmähen, zeigte sich bei einer Konferenz im September 2007 in Chicago. Hier wurden Beobachtungen an 6.000 Menschen vorgestellt. Demnach nutzt jeder dritte Mann nach dem Toilettengang nicht das Waschbecken, während nur zwölf Prozent der Frauen auf Wasser und Seife verzichten.
    2008 hatte eine Studie der Universität von Colorado auf den Handflächen von 51 Versuchspersonen 4.700 unterschiedliche Bakterientypen entdeckt. Eine durchschnittliche Hand beherbergt etwa 150 unterschiedliche Bakterientypen, wobei sich Bakterien auf der linken und rechten Hand stark unterscheiden. Dabei tummeln sich auf Frauenhänden deutlich mehr unterschiedliche Bakterientypen als auf Händen von Männern, die eine säurehaltigere Haut haben. Obwohl nicht alle Bakterien krankheitserregend seien, empfahlen die Wissenschaftler regelmäßiges Händewaschen mit antibakterieller Seife.
    „Seifenstücke in öffentlichen WCs benutze ich lieber nicht, die fassen ja hunderte von Menschen an, da wimmelt es ja nur so von Bakterien“, ist ein weit verbreitetes – allerdings falsches - Vorurteil. „Feste Seifen haben in gelöstem Zustand mit Wasser einen pH Wert im alkalischen Bereich zwischen 9 und 11. In diesem Milieu überleben die meisten Krankheitserreger nicht“, so Patricia Kappus-Becker. „Feste Seifen sind ein preisgünstiger und wirksamer Schutz, der an keinem Waschbecken fehlen sollte.“ Wahre „Bakterienschleudern“ sind dagegen häufig Flüssigseifen aus Seifenspendern, an deren Ausgangsöffnungen sich gern Bakterienkolonien ansiedeln. Das Robert-Koch-Insitut und die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung empfehlen bei ihrer Gemeinschaftsaktion „Wir gegen Viren“ die Seife 20 bis 30 Sekunden in den Händen und auch zwischen den Fingern zu verreiben.

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